Das Trägermaterial der Arbeiten ist überwiegend Leinwand. Diese erhält durch den Auftrag verschiedener monochromer Farbschichten in teilweise lang anhaltenden Prozessen ihre endgültige Farbigkeit und malerische Dichte. Dabei steht die Gleichwertigkeit im Einsatz verschiedener Farbmaterialien im Vordergrund. So wird die Wechselwirkung der Farbe in vielfältigen Variationen an der Form des Quadrats veranschaulicht. Durch den Verzicht auf malerischen Duktus, wird die Farbe in planen homogenen Flächen aufgetragen und die Spuren des Farbauftrages verschwinden weitgehend. Das Hauptinteresse gilt dem expressiven Eigenwert der Farbe. Je nach Intensität dieser oder des Farbauftrags durchdringen sich die einzelnen Farbschichten, changieren und zeigen ihre Transparenz (beispielsweise bei den Ölpapieren).

 

Dabei erscheint die monochrome Fläche nicht als Abschluss und Versiegelung, sondern sie verbindet sich mit dem Malgrund. Sie wirkt durchlässig und tritt durch die Oberfläche in Kontakt mit dem umgebenden Raum und dem Betrachter. Der sichtbare Stoffcharakter des Trägermaterials spielt eine wichtige Rolle und diese Korrespondenz wird unterstützt durch die teilweise Sichtbarkeit der Seitenränder der Leinwand und durch stellenweise unvollständig ausgeführte Farbflächen.

 

Das quadratische Format wird von Karin Kutsch variiert. Wir finden es als Doppelung, als Vierung und als Einzelposition unterschiedlicher Größe. Bei der Anlage auf Mehrteiligkeit findet eine enge gegenseitige Farbbeeinflussung statt, die Geschlossenheit und potenzierte Richtungsneutralität vermittelt.

 

 

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KARIN KUTSCH

FARBMALEREI

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