KARIN KUTSCH

FARBMALEREI

Text aus Katalog "Pigmente / Pigments" von 2019

Verfasserin: Sabine Elsa Müller

Herausgeber: Verein für aktuelle Kunst / Ruhrgebiet e.V. Oberhausen

 

Außergewöhnlich für eine Position, die sich der Farbe als alleinigen Bildgegenstand verschrieben hat, ist die Tatsache, dass Karin Kutsch auf eine programmatische Konzeption verzichtet. Die in der Farbfeldmalerei häufig anzutreffende Festlegung auf eine einzige, oft über Jahre durchdeklinierte Versuchsanordnung liegt nicht in ihrem Interesse. Aus diesem Grund ist es auch müßig, nach einem Markenzeichen zu suchen, wodurch sie sich etwa von den Kolleginnen und Kollegen abgrenzen ließe. Statt durch ein sich wiederholendes Setting (nur Schwarze Bilder! nur Blaue Bilder!) schnelle Wiedererkennbarkeit zu gewährleisten, mutet sie dem interessierten Publikum den steten Wandel ihrer Malerei zu. Mal arbeitet sie in Öl auf Leinwand, mal in Acryl, dann wieder verwendet sie Aluminium als Bildträger, ein andermal Papier. Auch in der Art der Oberflächenmodulation lässt sich ein ungewöhnlicher Variationsreichtum feststellen, so dass die Produktion aus ein und demselben Jahr eine große Bandbreite unterschiedlichster Arbeiten miteinander vereint.

Dass diese Wandelbarkeit nichts mit Sprunghaftigkeit zu tun hat, sich ihre Arbeit im Gegenteil gerade durch einen hohen Reflexionsgrad auszeichnet, belegt ein kurzer Text, den Karin Kutsch anstelle eines konzeptuellen Regelwerks als Statement zu ihrer Arbeit anbietet:

 

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