KARIN KUTSCH

FARBMALEREI

Die nachgiebige Leinwand auf Keilrahmen bietet als Trägerfläche der Farbe andere Voraussetzungen als eine glatte Aluminiumplatte. Die Farbe haftet anders, sie deckt anders, die Bewegung der Hand wird anders aufgenommen, und nicht zuletzt hängt die Art der Lichtbrechung ganz entscheidend vom Bildträger ab, von dessen Grund das Licht durch die Farbe hindurch wieder zurückgeworfen wird. Die Farbe „steht“ auf hartem Metall anders als auf der weichen, strukturierten Leinwand. In der Frage des Formats, also der Größe des Bildes und der Seitenverhältnisse, kommt ein Faktor ins Spiel, der bisher nicht erwähnt wurde, aber für diese Malerei insgesamt eine entscheidende Rolle spielt: die Intuition. 

 

Welche Größenverhältnisse wirken für den jeweiligen Bildträger stimmig? Bei den Alutafeln entscheidet sich Karin Kutsch ausschließlich für moderate Hochformate und zwar vorwiegend – aber nicht ausschließlich – in den Maßen 19,3 x 24,4 cm sowie 36,8 x 48,8 cm. Bei den neuen Reihungen sind die Einzelformate mit 16,7 x 21 cm etwas kleiner gewählt. Diese Hochformate leiten sich vom klassischen Portrait-Format ab, sie entsprechen einem Gegenüber auf Augenhöhe und spiegeln unseren Kopfbereich. Man könnte sagen, ihre Klarheit und Brillanz, aber auch Hintergründigkeit und Verschlossenheit zielen vor allem auf unseren Gesichtssinn und unseren Geist.

 

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